10 Tipps in aller Kürze für Eltern
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- Was tun, wenn mein Kind einfach nicht hört?
Da eignen sich die sogenannten Ich-Botschaften mit Begründung.
„Ich möchte jetzt losgehen, ich will noch etwas einkaufen.“ anstatt „Kommst du jetzt bitte? Wir müssen noch etwas einkaufen.“
Ich will nicht bitten oder fragen, sondern sagen, was ich will und warum.
Und wirklich etwas ‚müssen‘ tut man selten, man könnte meistens auch anders verfahren.
Weiterlesen: Fallbeispiel „Ungestört telefonieren“ - Wie setze ich Grenzen, ohne zu schreien?
Ich denke und sage nicht: „Bis hierhin und nicht weiter!“
Wenn-dann-Aussagen führen mich in die Sackgasse, weil ich dann verpflichtet bin, durchzuführen, was ich angekündigt habe.
„Ich bin damit nicht einverstanden, weil …“ anstatt
„Hör sofort auf damit, sonst …“
Weiterlesen: Fallbeispiel „Ungestört telefonieren“ - Wie schlichte ich Geschwisterstreit?
Ich nehme nicht die Rolle des Schiedsrichters ein, urteile und entscheide nicht. Stattdessen höre ich beiden Kindern aktiv zu und helfe ihnen die Lösungen selbst zu finden.
„Du willst damit weiterspielen.“
„Und du wartest darauf, dass du auch damit spielen kannst.“
„Da frage ich mich, wie das geregelt werden kann.“
Weiterhören: Vortrag zu „Zwist unter Kindern – Eltern als Vermittler“
Live: Vortrag in Berlin am 21.11.2026 an der VHS Steglitz-Zehlendorf - Was sage ich statt „Hör auf damit!“?
Anweisungen sind Ausdruck der Annahme, dass der Sprecher die Macht hat. Gehorsam wird erwartet. Wird nicht gehorcht, bedeutet das Autoritäts-Verlust. Wer sich widersetzt, hat jetzt die Macht.
Wenn ich sage: „Das möchte ich nicht!“ kann ich mich ohne Gesichtsverlust wiederholen.
„Ich bin damit überhaupt nicht einverstanden!“ - Wie reagiere ich richtig auf einen Wutausbruch?
Ich interessiere mich dafür, was zu dem Ausbruch geführt hat und lerne daraus für zukünftige Situation. Kinder zeigen dieses Verhalten meistens, wenn ihnen etwas verwehrt wird.
Vorgehensweise: Ich höre zuerst aktiv zu und erkläre mich dann. Das heißt ‚Umschalten‘, wenn ich zwischen diesen beiden Redemitteln wechsele.
„Du würdest am liebsten beide Comic-Hefte haben und ich möchte nur für eins Geld ausgeben. – Jetzt überlegst du, welches dir lieber ist.“
Weiterlesen: Fallbeispiel Sophie und der Puppenwagen - Warum hilft Loben nicht?
Bewertendes Lob schafft Abhängigkeit und führt zu Konkurrenz.
Beschreibende, interessierte Worte helfen Kindern, eine eigene realistische Einschätzung ihrer Fähigkeiten zu entwickeln.
Anstatt: „Das hast du super gemacht!“
„Ah, du hast die Lösung gefunden. Jetzt hat es funktioniert.“
Weiterlesen: Artikel: Beschreiben – nicht bewerten - Wie löse ich Konflikte ohne Gewinner und Verlierer?
Ich mache mir bewusst, was meine Bedürfnisse sind und bin bereit diese kund zu tun. Gleichzeitig interessiere ich mich für die Bedürfnisse des anderen, auch wenn mir die vielleicht nicht gefallen. Beide suchen dann nach Lösungen, die die Bedürfnisse beider erfüllen. Es geht um das Feststellen der Bedürfnisse und zunächst nicht um die Lösung.
Beispiel: Mein Bedürfnis ist es, um eine bestimmte Zeit an einem bestimmten Ort zu sein. Es ist nicht mein Bedürfnis, dass ich das Auto bekomme. In der Regel gibt es mehrere Lösungen., z.B. ich werde gebracht oder abgeholt, fahre mit dem Rad etc. - Wie bleibe ich in stressigen Erziehungsmomenten gelassener?
Indem ich schwierige Situationen vorhersehe und vermeide. Vor allem, aber, indem ich auf Anweisungen verzichte, die Widerstand hervorrufen. Stattdessen sage ich klar, was ich will und warum. Wenn nötig auch wiederholt. - Ab wann sollte ich professionelle Unterstützung suchen?
Es kann helfen, sich beraten zu lassen, wenn man sich hilflos fühlt und nach neuen Ansätzen sucht. Viele Menschen sind sich der unzuträglichen Wirkung ihrer Worte nicht bewusst und kennen die wirksamen Alternativen von Ich-Botschaften und Aktivem Zuhören nicht.
Einblick in diese Möglichkeiten gibt es sowohl bei einer Erziehungsberatung als auch in einem Elternkurs. - Was unterscheidet Erziehungsberatung von einem Elternkurs?
Bei einer Erziehungsberatung geht es konkret um die aktuelle Familiensituation und das Besprechen möglicher Lösungsansätze, was das eigene Erziehungskonzept und die Kommunikation angeht.
In einem Elterntraining werden die theoretischen Grundlagen des Gordon-Konzepts vermittelt und die Redemittel (Ich-Botschaften, Aktives Zuhören, Umschalten) in Übungen und Rollenspielen erprobt.